Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an….der Wechsel der Jahreszeiten kündigt sich an. Kurz nach dem kalendarischen Herbstanfang lud das Kanthaus am 28. September zu einem (Spät-)Sommerfest ein.

Am Nachmittag trudelten nach und nach interessierte Wurzener*innen ein, deren Neugier auf unser gemeinschaftliches Leben mit einer Haustour gestillt wurde. Viele kannten die Räume noch aus früheren Zeiten oder freuten sich, sich endlich einen Eindruck vom Kanthaus hinter den Kulissen verschaffen zu können. Stammgäste vom Offenen Dienstag, Nachbar*innen, Freund*innen aus Wurzen und Leipzig, sogar einige neue Gesichter fanden ihren Weg in den liebevoll dekorierten Innenhof und zum veganen Kuchenbuffet.

Während gut die Hälfte der Gäste unser Zuhause inspizierte und von Nathalie und Janina das Leben in Gemeinschaft näher gebracht bekam, schnippelten die anderen Kartoffeln, Lauch, Möhren, Pastinaken, Zwiebeln, Paprika, Champignons und und und. Dank einer großen Gemüseladung, die bei der Grimmaer Tafel abgeholt werden konnte, wurde die Schnippelparty zum Erfolg und bereitete die Zutaten für zwei leckere Gerichte vor. In einer extra aufgebauten Outdoorküche rührten Lise und Thore in den Töpfen, warfen mit Gewürzen um sich, ließen es brodeln und blubbern, bis allen der Magen knurrte.

In der Zwischenzeit präsentieren die Kanthausianer*innen ihre Projekte: Von diversen Bereichen bei foodsharing, über das MOVE Utopia, das Auerworld Festival und die Gerechte 1 Komma 5 bis hin zur BUND Gruppe Wurzen wurde die Vielfalt, die im Kanthaus beherbergt wird, deutlich.

Sobald es dunkel war, wurden die Feuerschalen entfacht und die magische Beleuchtung tauchte die Fassade des Kanthauses in ein Farbenmeer. Der Bunte Abend startete mit Live-Musik von Oh No Noh und entführte mit experimentellen Klängen in tranceartige Zustände. Während einige sich von der Musik mitreißen ließen, hielten andere Knüppelkuchen (auch bekannt als Stockbrot, nur eben in süß) über die Glut oder ließen im Flüsterton schon einmal den gelungenen Tag Revue passieren.

Wir freuen uns über den zahlreichen und generationsübergreifenden Zulauf und die Gelegenheit, mit Wurzener*innen über die Stadt, unsere Projekte und gemeinschaftliches Leben ins Gespräch gekommen zu sein. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass viele Menschen neugierig auf das Kanthaus sind und Vorurteile durch Offenheit und die Bereitschaft, Menschen Anteil nehmen zu lassen, aufgelöst werden können. Gemeinsam zu essen, zu schnippeln und zu schwatzen macht es einfach, sich in einer entspannten Atmosphäre zu begenen und kennenzulernen. Für uns war das Sommerfest definitiv ein Erfolg und wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die es möglich gemacht haben. Das sind nicht nur wir im Kanthaus, sondern auch die Grimmaer Tafel und der Sächsische Mitmach-Fonds, der das Sommerfest mitfanziert hat.


Gefördert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Vorheriger Beitrag